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Sozialpolitische Kampagne

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie / Euch auf die Kampagne „Damit nicht die durchs Netz fallen, die es knüpfen.“ aufmerksam machen. Hintergrund für die Kampagne sind die jüngsten Entwicklungen in der Sozialpolitik und die damit verbundenen Einschränkungen für Soziale Dienstleistungen:

* Die Zuwendungen der öffentlichen Hand, insbesondere auf Landes- und Kommunalebene, werden immer mehr gekürzt;

* Ganze Aufgabenfelder wurden faktisch eingestellt, anderen droht die Auflösung (z.B. Jugendberufshilfen, Weiterbildung);

* Die Förderleistungen selbst werden in den Wettbewerb gestellt und über nur noch formale Aufgabenbeschreibungen, abseits von Ansprüchen an Ergebnis- und Prozessqualität definiert;

* In Zukunft werden viele Förderbereiche in ihrer Systematik umgestellt (persönliches Budget), was wiederum mit Mitteleinsparungen verbunden sein wird.

* Die Veränderungen der Ausbildungslandschaft und die zu erwartende Dienstleistungsfreiheit auf europäischer Ebene lassen eine Zunahme an Trägerkonkurrenz befürchten.

Viele Bürger wissen allerdings weder, unter welch negativen Bedingungen soziale Dienste vielfach arbeiten müssen, noch was Sie gegen diese Entwicklungen tun können. Sie fühlen sich ohnmächtig, der Politik und den handelnden Institutionen gegenüber. Hier gilt es deutlich zu machen, dass es letztlich auf sie ankommt - dass jeder etwas tun kann, an seinem Platz und ohne allzu große Anstrengungen.

Dabei wollen wir nicht dabei stehen bleiben, BürgerInnen aufzufordern, etwas für die „Armen und Hilfebedürftigen“ zu tun. Vielmehr wollen wir an den Interessen der BürgerInnen und an unseren Interessen ansetzen. So wie es darum geht, dass wir als Fachkräfte unsere berufliche Sicherheit und Status bewahren, wollen wir die BürgerInnen als potentielle Nutzer oder Kunden qualitativ guter sozialer Dienste ansprechen, die es zu erhalten gilt

Den Kampagnenratgeber und die Postkarten erhalten Sie kostenlos
über http://www.soziales-netz.org
Mit freundlichen Grüßen

Michael Leinenbach
Landesvorsitzender des DBSH LV Saar